Projektentwickler

Von der Fläche zum Projekt, das einer Prüfung standhält.

Du entwickelst Carbon- oder AFOLU-Projekte, Aufforstung, Wiederbewaldung, Agroforst. TreePass begleitet dich vom ersten Grenzpunkt auf der Karte bis zum fertigen Prüfpaket, das eine unabhängige Prüfstelle direkt aufnimmt. Jede Zahl ist belegt, jeder Schritt ist geordnet.

Die Ausgangslage

Ein gutes Projekt scheitert selten an der Idee. Es scheitert an der Beweisführung.

Die Fläche wächst, die Methodik ist gewählt, das Ziel ist klar. Am Ende zählt eine Frage: Hält die Datenbasis der Prüfung stand.

Wer Aufforstung, Wiederbewaldung oder Agroforst als Klimaprojekt aufsetzt, trägt eine große Bürde: alles muss über Jahre hinweg belegbar sein. Die Ausgangslage der Fläche vor dem ersten Setzling, das Wachstum Jahr für Jahr, die gewählte Methodik samt jeder eingesetzten Zahl. Prüfstellen fragen nach Quellen, nach Zeitstempeln, nach der Herkunft jedes Werts. Wo die Antwort in verstreuten Tabellen, E-Mails und Foto-Ordnern liegt, wird aus einer starken Projektidee ein zäher, teurer Nachweisprozess.

Was TreePass an dieser Stelle leistet

TreePass ist die MRV-Plattform, also die Software für Monitoring, Reporting und Verifizierung. Sie führt deine Flächendaten, Messungen und Belege in einer geordneten Akte zusammen, rechnet konservativ und primärquellen-belegt, und erzeugt am Ende ein Dossier, das eine akkreditierte Prüfstelle effizient validieren und verifizieren kann. Die Bewertung und die Ausstellung der Zertifikate liegen dabei vollständig bei diesen unabhängigen Stellen. Wir liefern die prüffähige Grundlage, auf der ihr Urteil ruht.

Der Einstieg beginnt bei der Fläche. Du legst eine Fläche an und monitorst sie. CO₂, Zertifizierung und Förderung sind Programme, die du je Fläche dazuschaltest, sobald sie für dein Projekt sinnvoll werden. So bleibt der Weg für jedes Projekt, jeden Pfad und jeden Standard offen.

5
Methodik-Vorlagen für unterschiedliche Standards und Pfade
10 %
einseitiger Unsicherheits-Abzug als Mindestmaß, immer zu deinen Ungunsten
12 bis 20 %
konservativer Puffer je nach Standard, beim Gold Standard 20 Prozent
DE
Server in Deutschland, jeder Betrieb sieht nur seine Daten
Der Weg

Von der Fläche zum Prüfpaket, in nachvollziehbaren Schritten.

Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf. Am Ende steht eine Akte, die sich selbst erklärt.

Fläche anlegen

Du zeichnest die Grenze auf der Karte ein oder importierst sie als GIS-Datei. Bestand, Zonen und Historie werden erfasst. Ab hier hat deine Fläche eine Identität, an die sich alles Weitere hängt.

Methodik-Vorlage wählen

Du entscheidest, welchem Standard und welchem Pfad dein Projekt folgt. TreePass lädt die passende Vorlage und blendet genau die Pflichtfelder ein, die dieser Weg verlangt. So arbeitest du von Anfang an entlang der Regeln, die am Ende geprüft werden.

Baseline festhalten

Der Zustand der Fläche vor dem Projekt wird dokumentiert und mit Satelliten-Rückblick und Fördergrenzen abgeglichen. Diese Baseline ist der Bezugspunkt, gegen den später jede Tonne gemessen wird. Wer sie früh und sauber festhält, spart sich viel Streit in der Prüfung.

Monitoring aufnehmen

Satelliten-Zeitreihen aus Sentinel-2 und Landsat, Stichproben in Probekreisen mit GPS-verortetem Foto, Wetterdaten als Gegenprobe. Jede Aufnahme fließt datiert in die Akte und bildet die Entwicklung des Bestands über die Zeit ab.

Konservativ rechnen

Die Plattform quantifiziert den Kohlenstoff mit belegten Allometrie- und Zuwachs-Werten, zieht bei Unsicherheit nach unten ab und legt den Puffer des jeweiligen Standards an. Das Ergebnis fällt bewusst vorsichtig aus, damit es in der Prüfung Bestand hat.

Prüfpaket abgeben

Ein Klick erzeugt das Dossier: alle Daten, alle Quellen, die Integritäts-Verankerung. Du übergibst es der Prüfstelle als geordnetes Ganzes, das sie direkt aufnehmen kann.

Standards und Pfade

Fünf Methodik-Vorlagen, ein System.

TreePass ist methodik-agnostisch gebaut. Welchen Standard dein Projekt fährt, ist deine Eingabe. Die Plattform bedient jeden Pfad generisch.

VM0047 / Verra

Die weit anerkannte Methodik für Aufforstung, Wiederbewaldung und Revegetation im freiwilligen Markt. Registrierungsbasiert, mit Validierung und Verifizierung durch akkreditierte Prüfstellen. Für Projekte, die im Verra-Register laufen sollen.

Gold Standard

Anerkannt für Aufforstung und Wiederbewaldung mit starkem Gewicht auf messbaren Zusatznutzen und den UN-Nachhaltigkeitszielen. Legt einen der höheren Puffer an, in der Vorlage mit 20 Prozent hinterlegt. Für Projekte, bei denen Wirkung über den Kohlenstoff hinaus zählt.

ISO 14064-2

Der internationale Rahmenstandard für die Quantifizierung von Treibhausgas-Projekten. Flexibel und norm-konform, für Projekte, die sich an einer anerkannten ISO-Grundlage ausrichten. Die Vorlage gibt die Struktur vor, deine Methodik füllt sie.

EU-CRCF

Der europäische Rahmen für die Zertifizierung von Kohlenstoffentnahmen und Carbon Farming. Regulatorisch verankert und auf die EU zugeschnitten. Für Projekte, die auf die europäische Zertifizierungslogik setzen.

proba.earth

Ein digital ausgerichtetes Programm mit Wurzeln in naturbasierten, gemeinschaftsnahen Projekten. Passt gut zu Vorhaben, die schlanke, datengetriebene Nachweise brauchen. Erlaubt in bestimmten Fällen die Anrechnung geernteter Holzprodukte.

Pfad-bewusste Pflichtfelder

Sobald du Standard und Pfad gewählt hast, zeigt TreePass genau die Felder, die dieser Weg verlangt. Ein Pfad mit Ernte fragt andere Angaben ab als ein Pfad mit stehendem Bestand. So bleibt der Nachweis vollständig und schlank zugleich.

Einordnung

Ob ein Projekt seine Bäume erntet oder stehen lässt, welchen Standard es fährt, wie es seinen Pfad legt: das sind Eingaben des jeweiligen Projekts. TreePass bedient sie generisch. Die Wahl gehört dir, die Plattform trägt sie mit.

Die vier Kern-Themen

Baseline, Additionalität, Permanence, Leakage. Verständlich erklärt.

Diese vier Begriffe entscheiden über die Qualität eines Projekts. TreePass macht sie greifbar und hält sie belegbar.

Baseline
Die Baseline ist der Zustand, der bei einem Fortbestehen der bisherigen Nutzung eingetreten wäre. Sie ist der Bezugspunkt: nur die Menge Kohlenstoff, die über diese Ausgangslage hinaus gebunden wird, zählt als Wirkung deines Projekts. TreePass dokumentiert die Fläche vor dem ersten Setzling, prüft mit Satelliten-Rückblick über zehn Jahre und mit Eignungsregeln, ob die Fläche zuvor Grünland war, und friert diesen Startpunkt manipulationssicher ein.
Additionalität
Additionalität heißt: dein Projekt bewirkt eine Bindung, die andernfalls ausgeblieben wäre. Häufig wird das über einen Investitions-Barrieretest geführt, der zeigt, dass die Aufforstung erst durch die Projekt-Erlöse tragfähig wird. TreePass hält die dafür nötigen Angaben strukturiert vor, sodass die Prüfstelle die Begründung nachvollziehen kann.
Permanence
Permanence fragt, wie dauerhaft der gebundene Kohlenstoff bleibt. Standards verlangen einen Puffer als Sicherheit gegen Rückschläge wie Brand oder Sturm, dazu eine Mindest-Langlebigkeit von oft Jahrzehnten. TreePass rechnet den Puffer je Standard an, etwa 12 Prozent im allgemeinen Fall und 20 Prozent beim Gold Standard, und verankert eine Mindest-Langlebigkeit ab 40 Jahren.
Leakage
Leakage beschreibt Wirkung, die sich vom Projektgebiet nach außen verlagert, etwa wenn eine verdrängte Nutzung anderswo neu entsteht. Die Methodik erfasst diesen Effekt über ein Beobachtungsfenster und rechnet ihn konservativ ab. TreePass wendet die einschlägige Gleichung an und legt den vorsichtigeren Ansatz zugrunde, damit die Bilanz belastbar bleibt.
Belege und Vorsicht

Jede Zahl mit Primärquelle, jede Unsicherheit zu deinen Ungunsten.

Prüfstellen fragen nach der Herkunft jedes Werts. TreePass hat die Antwort schon parat.

Im Zentrum steht ein versioniertes Parameter-Register. Jeder belegungspflichtige Wert steht dort mit Quelle, Stand und Unsicherheit hinterlegt: Holzdichte, Wurzel-Spross-Verhältnis, Kohlenstoffanteil, Zuwachs, Puffer. Der Code liest die Werte aus dem Register, jede Zahl kommt so aus einer belegten Quelle. Für jeden belegten Wert gibt es eine URL oder DOI, für jede Konvention eine schriftliche Begründung. Ein Wächter in der Prüfstrecke stellt sicher, dass jeder Wert seine Quelle mitbringt.

Konservativ als Grundhaltung

Wo Daten schwanken, rechnet TreePass vorsichtig. Der Unsicherheits-Abzug wirkt einseitig und mindestens im zweistelligen Prozentbereich, immer zu deinen Ungunsten. Der Puffer des Standards kommt oben drauf. Das Ergebnis fällt geringer aus, als es optimistisch möglich wäre, und genau das ist der Punkt: eine vorsichtige Bilanz übersteht die Prüfung ruhiger als eine ambitionierte.

Die fachliche Grundlage steht in Primärquellen-Dossiers, die die verwendeten Methoden und Werte belegen. Wer tiefer einsteigen will, findet die Begriffe und Größenordnungen im Wissensbereich.

Das Prüfpaket

Was im Dossier steckt, das die Prüfstelle bekommt.

Ein Export, ein geordnetes Ganzes. Alles, was eine Validierung oder Verifizierung braucht, liegt an einem Ort.

Flächen und Baseline
Die Geometrie der Fläche, Bestand und Zonen, die dokumentierte Ausgangslage samt Satelliten-Rückblick und Abgleich mit amtlichen Flurstücken.
Monitoring-Historie
Alle Aufnahmen datiert und geordnet: Satelliten-Zeitreihen, Probekreise mit GPS-verortetem Foto, Wetterdaten als Gegenprobe. Jeder Eintrag mit Zeitstempel.
Methodik und Rechnung
Die gewählte Vorlage, die pfad-bewussten Pflichtfelder, jede eingesetzte Zahl mit ihrer Quelle aus dem Parameter-Register, der konservative Abzug und der angelegte Puffer.
Integritäts-Verankerung
Die Merkle-Wurzel der Hash-Kette. Damit lässt sich die Unversehrtheit der gesamten Akte nachrechnen. Wurde etwas nachträglich verändert, bricht die Verankerung sichtbar.
Lesbarer Aufbau
Das Dossier ist so gegliedert, dass eine Prüfstelle vom Startpunkt bis zur Bilanz durchgeht, jeder Schritt mit Beleg. Das verkürzt die Rückfragen und macht die Abnahme planbarer.
Wichtig

Die Bewertung des Dossiers und die Ausstellung von Zertifikaten liegen bei unabhängigen, akkreditierten Prüfstellen, den VVBs. TreePass beschleunigt deren Arbeit, indem jede Zahl belegt und jede Änderung nachvollziehbar ist. Das Urteil bleibt vollständig bei ihnen. Wie diese Übergabe für die Prüfseite aussieht, zeigt die Seite für Prüfstellen.

Was das für dich ändert

Schnellere Validierung, ruhigere Verifizierung.

Weniger Reibung in der Prüfung

Weil jede Zahl ihre Quelle mitbringt, richten sich die Rückfragen der Prüfstelle auf das Wesentliche. Der Weg von der Einreichung zur Abnahme wird kürzer und planbarer.

Belastbare Bilanz

Der einseitige Unsicherheits-Abzug und die Standard-Puffer machen deine Zahlen vorsichtig. Eine vorsichtige Bilanz übersteht Nachfragen ruhiger und trägt über die gesamte Projektlaufzeit.

Alles an einem Ort

Flächen, Messungen, Belege und Rechnung laufen in einer Akte zusammen. Der Prüf-Export entsteht auf Knopfdruck aus dieser einen Akte.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen von Projektentwicklern.

Welche Standards deckt TreePass ab?

TreePass bringt fünf Methodik-Vorlagen mit: VM0047 aus dem Verra-Programm, den Gold Standard, ISO 14064-2, den EU-CRCF-Rahmen und proba.earth. Damit lassen sich unterschiedliche Pfade und Marktlogiken bedienen, vom freiwilligen Markt bis zur europäischen Zertifizierung. Die Plattform ist methodik-agnostisch gebaut, sodass die Wahl des Standards eine Eingabe deines Projekts bleibt.

Stellt ihr die Zertifikate selbst aus?

Die Ausstellung von Zertifikaten liegt bei den Programmen und den akkreditierten Prüfstellen, den VVBs. TreePass liefert die prüffähige, manipulationssichere Datenbasis, auf der deren Validierung und Verifizierung ruht. So bleibt die Rollenteilung sauber: wir sorgen für die Belege, die unabhängigen Stellen sprechen das Urteil.

Wie geht ihr mit Unsicherheit in den Daten um?

Wo Werte schwanken, rechnet TreePass einseitig zu deinen Ungunsten, mit einem Abzug im mindestens zweistelligen Prozentbereich. Darüber legt der jeweilige Standard seinen Puffer, etwa 12 Prozent im allgemeinen Fall und 20 Prozent beim Gold Standard. Das Ergebnis fällt bewusst vorsichtig aus, damit es in der Prüfung Bestand hat.

Was ist mit Doppelzählung?

Jede Mengeneinheit wird genau einem Anspruch zugeordnet. Ein eingebauter Wächter markiert widersprüchliche oder mehrfach erhobene Ansprüche, sodass jede Tonne nur einmal geltend gemacht wird. Zusätzlich gleicht die Plattform gegen Verbotslisten ab, damit Aussagen sauber bleiben und die Herkunft eindeutig ist.

Wie sieht das Prüf-Dossier aus?

Das Dossier bündelt Flächen und Baseline, die vollständige Monitoring-Historie, die gewählte Methodik samt jeder Zahl mit Quelle, den konservativen Abzug und die Merkle-Verankerung der Hash-Kette. Es ist so gegliedert, dass eine Prüfstelle vom Startpunkt bis zur Bilanz durchgeht, jeder Schritt belegt. Der Export entsteht auf Knopfdruck aus der laufenden Akte.

Wer validiert und verifiziert am Ende?

Das übernehmen unabhängige, akkreditierte Prüfstellen, die im Rahmen des jeweiligen Standards zugelassen sind. Sie bekommen einen geordneten Lese-Zugang zur Akte und rechnen die Integrität selbst nach. TreePass macht ihre Arbeit schneller und ruhiger, ihr fachliches Urteil bleibt vollständig ihnen überlassen.

Muss ich sofort mit einem CO₂-Projekt starten?

Der Einstieg beginnt bei der Fläche. Du legst sie an und monitorst sie, das ist der methodik-agnostische Kern. CO₂, Zertifizierung und Förderung sind Programme, die du je Fläche dazuschaltest, sobald sie für dein Vorhaben sinnvoll werden. So kannst du zuerst eine saubere Datenbasis aufbauen und die Programm-Wahl später treffen.

Wo liegen meine Daten und wer sieht sie?

Deine Daten liegen auf Servern in Deutschland. Eine Mandanten-Trennung bis auf die Datenbank-Ebene sorgt dafür, dass jeder Betrieb nur seine eigenen Flächen sieht. Einen Lese-Zugang erhält eine Prüfstelle erst, wenn du ihn für genau ein Projekt freigibst, und er bleibt auf diesen Umfang beschränkt.

Kontakt

Bring dein Projekt auf eine Basis, die trägt.

Zeig uns deine Fläche und deinen Pfad. Wir zeigen dir, wie aus deinen Daten ein Dossier wird, das eine Prüfung ruhig durchläuft.